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WERKE EINES UNZEITGEMÄSSEN





Neuauflage der Privat-Ausgabe
Amadeus Wellenstein
AUREUM SILENCIUM
Ausschnitte aus dem Album
Spieldauer 50 Minuten

Las ruinas sagradas
semana santa en andalucia
Para orquesta, coro, soprano y tenor

LAS RUINAS SAGRADAS (Die heiligen Ruinen) von Amadeus Wellenstein
Dibond - Original: 160cm x 111cm - Privatbesitz Marbella
Amadeus Wellenstein
LAS RUINAS SAGRADAS
ausschnitte aus dem Requiem
Die Räuber
Ouvertüre zu Schillers Trauerspiel

Symphonie Nr. I

Ausschnitt aus dem ersten Satz
Andante
Ausschnitt aus dem dritten Satz
Adagio molto
El Toro
La Corida en andalucia
Para orquesta, matador y seguidores.

Die Orchester-Aufführung
Für das erste symphonische Werk aus meiner Feder ein klassisches Orchester auf die Bühne zu stellen, gleichsam auf eigene Faust sechzig Musiker zu den Proben zu bitten, (bei einer Probenzeit von sieben Tagen, 300 Euro pro Musiker und Tag) dazu wäre es nötig gewesen, 50 Jahre lang 200 Euro allmonatlich dem Sparbuche zuzuführen, um ein klassisches Spektakel von 25 Minuten die Krönung meines Leben nennen zu können. —
Um eine Aufführung meines Werkes mit Beginn meines Rentenalter zu erleben, hätte ich mit fünfzehn Jahren bereits die ersten Beträge den Sparschweinen überreichen müssen, um zu meinem Fünfundsechzigsten die Summe für das Orchester in Händen zu halten. Mit dem ersparten Vermögen — 126.000 Euro — an die Wiener – oder gar Londoner Symphoniker zu denken, wäre der Realität jedoch nicht angemessen gewesen, es wäre mir allenfalls gelungen, ein Orchester mittleren Ranges auf den Plan zu rufen. —

The EastWest Hollywood Orchestra
Heute stehe ich in einer Position, welche vor dreißig Jahren nur der Traum hätte erringen können: zur Einspielung meiner Werke weder ein Orchester noch einen Dirigenten nötig zu haben. Die Bittsteller-Polonaisen, das widerwillige Aufmarschieren vor irgendwelchen Taktfilzen, die bedrückende Stimm-ung, die Partitur ungehört in der Schublade zu wis-sen, — das hatte seine Zeit.
Was mich mittlerweile unbekümmert macht, sobald ich an die Einspielung meiner Werke denke, ist ein willkommenes Ereignis, dem ich viele gute Stunden danke. Ein Orchester in dem es keine verdrießlichen Gesichter gibt. Kein Häuptling mit Taktstock, der nach dem Bierwärmer verlangt, keiner der an der Glocke zieht, sobald die Pöbelzeit – Pardon! Pro-benzeit zu Ende geht. Ein Orchester, vor dem man sich selber als Komponist, Dirigent und Musiker behaupten und beweisen muß, von der ersten Skizze bis hin zum vollständig erklingenden symphoni-schen Werk.

Hier gibt es kein Gespräch mit Musikern und Taktschlägern, folglich keinen Ärger, keine Enttäuschung, kein knirschender Abgang . . . Mit diesem Orchester ist man allein in der Welt der Musik, fern dem Geruch des Dirigenten, der Schweißfüße des Hornisten . . . Man hat sich separiert und doch: mit einem Male hört man Dinge, die man in einem Konzertsaal noch nie gehört hat. —


Wellenstein versus Karajan
Am Beispiel der Vier Jahreszeiten (Der Sommer - Dritter Satz) von ANTONIO VIVALDI

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