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WERKE EINES UNZEITGEMÄSSEN

Unter allen Kompositions-Studenten des Richard-Strauss-Konservatoriums war ich der einzige, der im traditionellen klassischen Stil kom-ponierte. Mein Los war es, allein gegen den Rest anzutreten, der in den Gummizellen des Atonalen tobte. Gebhardt Rochus, mein Lehrer in Kontrapunkt und Harmonielehre erklärte, es wäre ihm in vierzig Jahren seiner Lehrtätigkeit nicht ein Schüler begegnet, der sich der zeitgenössischen Musik widersetzt hätte, wie ich es praktiziere. Er bat mich, das Zeitgenössische ebenso zu würdigen, um nicht auf einseitige Bahnen gelenkt zu werden. Einseitige Bahnen — damit meinte er Bach und Beethoven und den für zeitgenössische Komponisten lästigen Rest, den man gemeinhin Klassik nennt.
Streichquartett a-moll
Ausschnitt aus den vier Sätzen

"Das Streichquartett"
Dibond - Original: 120cm x 57cm von Amadeus Wellenstein
Das sind Musiker, die mich etwas angehen: abseits der rohen Konzertmasse („Das Publikum ist brutal.“ Glenn Gould) gleichgültig gegen den Erfolg, redliche Virtuosen, die sich das Glück in der Musik nicht durch die Laune der Unterhaltungs-Fabrik verderben lassen . . .
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