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György Ligeti aus seinem Manuskript für eine Sendung des Bayerischen Rundfunks,

München am 5. November 1962.

"Bei komplizierten Orgelwerken, vornehmlich der ro-mantischen Literatur, war bisher schon die Mitwir-kung eines Registratur-Assistenten neben dem Orga-nisten üblich. Die Rolle des Assistenten wächst bei Volumina nun erheblich, (Das Spiel auf den Register-knöpfen wird gleichberechtigt mit dem Spiel auf den Tasten) doch ist es auch möglich, das Stück allein, ohne Beihilfe, aufzuführen. Die stationären Cluster können nämlich durch geeignete Bleigewichte niedergedrückt und gehalten werden, wodurch die Hände des Organi-sten zur Betätigung der Registerknöpfe frei werden." 

 

​Wir haben richtig gehört: Bleigewichte anstelle der Hände! – Es ist die neueste Spieltechnik an der Orgel: die stationäre Bleigewicht-Technik, die es dem Organi-sten erlaubt, ohne Hände weiter zu spielen. Sind keine Bleigewichte vorhanden, muß das nicht das Ende der spielerischen Freiheit bedeuten. Ist eine Baustelle in der Nähe, holt man sich ein paar Ziegel, kommt die Großmutter vorbei, nimmt man ihr die Einmachgläser ab. Die Bleigewicht-Technik erlaubt dem Organisten eine Vielzahl von Varianten. Natürlich kann auch der Hund auf die Manuale gelegt werden: das fällt bei Ligeti nicht ins Gewicht, wichtig ist nur, daß der Kläffer sich nicht rührt und aus dem stationären Cluster nicht ein dynamischer wird.
Endlich kann er den eigens von mir entwickelten sta-tio
nären
 

      Volltasten-Vier-Manual-Treppen-Clusterhelfer

mit samtbezogener zwanzig Kilogramm schwerer Clu-ster-Bleitreppe und vergoldeten Justier-Griffen verwen-den, um den Maximal-Cluster bei allen gezogenen Re-gistern aus jeder Orgel heraus zu schmettern.


 

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"Die stationären Cluster können durch geeignete Bleigewichte niedergedrückt und gehalten werden."

Clusterhelper auf Orgel.jpg

Volltasten-Vier-Manual-Treppen-Clusterhelfer

Lilly  Feuerstein liest aus dem Buch von

Rufus Rindfleisch

"György Ligeti

Dissonanzen auf dem Hosenträger"

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"Und ich dachte die Werke des zeitgenössischen Komponisten über den Haufen zu kehren", sprach die Ordensschwester. "Dabei kam der Zeitgenössi-sche selber unter den Besen."

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Und keiner, der ein Auge für die Komik zeitgenössischer Musik gehabt und es gewagt hätte, dem atonalen Irrwitz eine Pointe auf die Nase zu stecken. Nein! Sie trinken mit ernsten Mienen aus leeren Flaschen und spekulieren über den Inhalt, — reden vom Grenzgang der Limonade, wo kein Sprudel mehr zu finden ist. —

Da staunten selbst die Ärzte welche dachten, allein ihre Patienten hätten den Kulminationspunkt des Irrsinns überschritten. „Hier draußen“, lachten sie, „ist es noch lustiger als in der Anstalt. Don Quichotte wäre vor Gelächter drei Tage und Nächte nicht aus der Rüstung gekommen, hätten die Grenzgänger der Musik die Müh-len besungen.

Man frage den Barbier von Sevilla: "Ligeti", wird er sagen " – aber das ist ein Fall für El Risitas . . .“

LIGETI

Ein Fall für "El Risitas"

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